Innerhalb der Immobilienbranche werden häufig Begriffe genannt, die schnell zu Verwirrung führen können, da sie zwar ähnlich klingen, jedoch unterschiedliche Bedeutungen haben. Vielleicht haben Sie in München bereits Wörter wie Bodenrichtwert, Bodenwert und Verkehrswert gehört und konnten diese nicht wirklich auseinanderhalten.
Bodenrichtwert = durchschnittlicher Quadratmeterpreis unbebauter Grundstücke innerhalb einer festgelegten Zone. Er dient auch in München als Orientierungswert für Grundstücksbewertungen, berücksichtigt jedoch keine individuellen Merkmale.
Bodenwert = konkreter Wert eines einzelnen Grundstücks. Er basiert auf dem Bodenrichtwert, wird jedoch durch individuelle Faktoren wie Lage, Größe, Erschließung, Baurecht und Nutzungsmöglichkeiten angepasst und spiegelt damit den realistischeren Grundstückswert wider. Für die Bestimmung des vorläufigen Bodenwerts gilt die Formel:
Bodenrichtwert (Euro/m²) x Grundstücksfläche (m²) = vorläufiger Bodenwert (Euro)
Hat also ein Grundstück im begehrten Münchener Stadtteil Nymphenburg einen Bodenrichtwert von 6.600 Euro pro m² und eine Größe von 500 m², ergibt sich grob ein Bodenwert von 3.300.000 Euro. Allerdings beeinflussen noch viele weitere Faktoren die Ermittlung des Wertes, den Immobilienexperten genau errechnen.
Verkehrswert (Marktwert) = der Preis, der beim Verkauf einer Immobilie tatsächlich erzielbar ist. Er umfasst neben dem Bodenwert auch den Wert von Gebäuden, ihren Zustand, die Ausstattung, die Marktlage sowie die aktuelle Nachfrage.